Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht

Zensus 2022

Alle zehn Jahre findet in Deutschland eine Volksbefragung statt; der sogenannte Zensus. Im letzten Jahr war es eigentlich wieder soweit. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde er aber auf das Jahr 2022 verlegt. Für diese besondere Art der Datenerhebung werden im Rhein-Sieg-Kreis aktuell zuverlässige und verantwortungsvolle Personen zur Durchführung der Interviews gesucht.

Die Erhebungsbeauftragten ermitteln, wie viele Menschen derzeit in den verschiedenen Städten und Gemeinden leben. Gibt es genügend Wohnraum für alle? Benötigen wir mehr Schulen, Kitas, Studienplätze oder Altenheime? Wo sollte der Staat zukünftig mehr investieren? Solche wichtigen Fragen können mit Hilfe der gewonnenen Daten besser beantwortet werden.

Von Mitte April bis Anfang August 2022 führen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer Interviews mit den zu befragenden Personen durch. Hierfür werden sie vorab geschult. Für ihre Aufwendungen erhalten die für die Erhebung Beauftragten eine Aufwandsentschädigung, deren Höhe sich nach der Anzahl der tatsächlich durchgeführten Interviews richtet.

Wer Interesse daran hat, den Zensus 2022 und somit den Rhein-Sieg-Kreis aktiv zu unterstützen, erhält weitere Infos unter der Telefonnummer 02241 13-8811, per Mail an zensus2022@rein-sieg-kreis.de oder im Internet unter www.rhein-sieg-kreis.de/zensus2022.

Bad Honnef: Mehr Durchblick per App

Interessante Orte, Informationen zum nächstgelegenen Briefkasten, Veranstaltungshinweise, Hilfe bei der Suche nach Parkplätzen in der Stadt – das Angebot der bereitgestellten und fortlaufend aktualisierten Informationen ist groß und wachsend. Citykey ist aber mehr als ein reines Informationsportal, erklärt Holger Heuser, Erster Beigeordneter der Stadt Bad Honnef: „Die App Citykey hilft, sich über Behördengänge zu informieren oder diese im Idealfall sogar zu ersetzen. Dabei spart die App den Bürgerinnen und Bürgern viel Zeit und ist ein wichtiger Baustein der Digitalisierung der Verwaltung.“ So bietet die App auch Informationen zu neuen Ausweisen, zu Schul- und Bildungsangeboten, zu den Themen Familie, Geburt, Wohnen sowie zu Sozialleistungen. Neu ist die Möglichkeit der digitalen Bürgerbeteiligung etwa durch Kurzumfragen. „Technische Schnittstellen und ein organisatorisches Gesamtkonzept stellen sicher, dass Informationen in Citykey aktuell sind und Eingaben von Bürgerinnen und Bürgern schnell und unbürokratisch bearbeitet werden“, betont Holger Heuser: „Die App wurde von der Deutschen Telekom entwickelt. Alle Daten liegen auf deutschen Servern, die App erfüllt selbstverständlich die Auflagen und Sicherheitsstands für den Datenschutz und die Vorgaben der Datensparsamkeit. Zudem soll Citykey als sogenannte freie Software lizenziert werden, um die Weiterentwicklung und Schnittstellen zu anderen digitalen Angeboten durch Dritte zu vereinfachen.“

In den Städten Hennef und Siegburg ist die App bereits seit Herbst 2021 im Einsatz. Zeitgleich mit Bad Honnef ist die App am Donnerstag auch in Paderborn gestartet. Weitere Städte werden bald folgen, kündigt Franz Haslinger, Projektmanager der Telekom, an: „Digitalisierung heißt Bürger und Bürgerinnen leichter teilhaben lassen. Mit Citykey verfolgen wir deswegen einen übergreifenden Ansatz: Mehrere Services und mehrere Städte in einer App.“ eb

Bad Honnef: Mit Frauenpower

Bündnis für Familie

Bei der Mitgliederversammlung im Dezember wurde das letzte Vorstandsmitglied der ‚ersten Stunde‘ des Bündnis für Familie in Bad Honnef mit viel Applaus verabschiedet. Klaus Wegner legte sein Amt als Beisitzer nieder und bleibt dem Verein weiterhin als Mitglied verbunden. Nachdem er viele Jahre aktiv engagiert war und nun den Übergang für die nächste Generation begleitet hat, bedanken sich die Anwesenden für seine langjährige Arbeit. 

Auch der stellvertretende Vorsitzende Guido Mädje und die Beisitzerin Nina Altmann widmen sich zukünftig anderen Projekten. 

Der neue Vorstand ist weiblich; Im vergangenen Jahr sind bereits Katja Hurrelmann und Anna-Leena Lander dazu gestoßen. Ab diesem Jahr unterstützen Nicola Habekost und Sarah Jäger das Team des Bündnisses. 

„Wir möchten alt bewährte Projekte weiterführen und neue Projekte und Kooperationen initiieren. Wir haben inzwischen ein breites Netzwerk aufgebaut und möchten versuchen insbesondere die Folgen der Pandemie in Bad Honnef bestmöglich abzufedern. Diese besondere Situation erfordert sicher auch einige kreative neue Ideen, deshalb freuen wir uns über den motivierten Zuwachs sehr.“ So Laura Solzbacher, die weiterhin den Vorsitz übernimmt. Ebenso wie Katja Dissmann, die den Job der Finanzwartin behält. 

Das Team würde sich über weitere Mitglieder und Unterstützer freuen. Hierbei betonen sie, dass auch ein projektbezogenes und unverbindliches Engagement gern gesehene ist. Interessiert können unter info@familie-bad-honnef.de mit dem Bündnis Kontakt aufnehmen. ls

Grüne: Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen

In Deutschland versucht jeden Tag ein Mann seine aktuelle oder Ex-Partnerin umzubringen. Wir wollen die Tatsache, dass Gewalt gegen Frauen* jeden Tag passiert, stärker in die Öffentlichkeit tragen. 

Gewalt gegen Frauen keine Privatsache 

Häusliche Gewalt und auch die Zahl der Beratungen sind in der Corona-Pandemie gestiegen. Im Jahr 2020 wurden allein in NRW 22.905 Frauen Opfer häuslicher Gewalt. 

„Am heutigen Tag machen wir darauf aufmerksam, dass Gewalt gegen Frauen keine Privatsache ist – nur so können wir wirksam dagegen vorgehen,“ Dr. Derya Gür-Şeker, Sprecherin der GRÜNEN Bad Honnef.

Aufmerksam sein und Öffentlichkeit sensibilisieren 

„Gerade jetzt in der Pandemie, wo Kontakte fehlen oder sich verringern, müssen wir aufmerksamer sein. Frauen, die häusliche Gewalt erleben und Schutz suchen, muss schnell und unbürokratisch geholfen werden,“ so Catharina Jäger, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN in Bad Honnef.

Sonja Blunck mahnt an: „Wir als Gesellschaft müssen Opfern vorbehaltlos die Hand reichen, zuhören und Hilfe anbieten. Dafür müssen wir immer wieder die Öffentlichkeit für dieses wichtige Thema sensibilisieren.“

Das bundesweite Hilfetelefon ‚Gewalt gegen Frauen‘ ist für viele Frauen ein Rettungsanker und rund um die Uhr, anonym und kostenfrei erreichbar. www.hilfetelefon.de ODER 08000 116 016.

Bad Honnef AG wieder Top

Seit 2016 jährliche Auszeichnung zum Top-Lokalversorger Strom & Gas

Bad Honnef. Die aktuelle Lage am Energiemarkt mit rasant steigenden Preisen und Insolvenzen innerhalb der Branche, rückt den vertrauensvollen Umgang mit dem Thema Energieversorgung wieder mehr in den Fokus. Denn letztlich ist doch nicht allein der Preis entscheidend. Aktuell sind eben die Versorger gefordert, die den Verbrauchern die Grundversorgung sichern und Bestandskunden verlässliche Leistungen bieten. 

Anhand dieser Kriterien prüft und prämiert das unabhängige Energieverbraucherportal „TOP-Lokalversorger“ jährlich zahlreiche Versorgungsunternehmen. Die Auszeichnung „TOP-Lokalversorger“ erhalten verantwortungsvolle Versorger, die über gesetzlichen Vorgaben hinaus höchst anspruchsvolle Aufgaben leisten und für das tägliche Wohl sorgen. Sie investieren in Arbeitsplätze, Schulen, Infrastruktur und vieles mehr. Sie stehen für die Förderung von Nachhaltigkeit und Kundenfreundlichkeit eines Versorgungsangebots mit lokalem Charakter. 

Das Ergebnis 2022:
654 Bewerbungen in 4 Sparten wurden geprüft. Nach Auswertung der Testergebnisse konnten 264 Versorger die Auszeichnungskriterien für ihr lokales Versorgungsgebiet erfüllen und erhalten das begehrte Siegel „TOP-Lokalversorger 2022“. Die Bad Honnef AG wurde zum 7. Mal in Folge ausgezeichnet.

„Diese wiederholte Auszeichnung zeigt erneut, dass guter Service, Versorgungssicherheit und regionale Verantwortung, Werte sind, die einen langfristigen Erfolg sichern“, freut sich Sven Stauf, Bereichsleiter Markt bei der Bad Honnef AG.

Die Liste der ausgezeichneten Versorger finden Sie unter www.top-lokalversorger.de.

Burkhard Hoffmeister gestorben

„Mein Zukunftsprojekt wird zum Jahresbeginn ein Blog sein. Intensiv und persönlich. Wenn dieser Blog die Akzeptanz der Leser:innen findet,  so wird er mit regelmäßigen Beiträgen, zusätzlichen redaktionellen Kategorien (Stadt, Region, Kultur und Rheinland und Leben, Natur und Klima und Wald, lokale oder auch große Politik) sowie einem Podcast ausgestattet. Selbstverständlich sind Fremd-Autor:innen wertgeschätzt. Im Wesentlichen treibt jedoch die Chance, offen und authentisch sagen zu können, was bisher schon mal der grünen Amtsdisziplin unterworfen war“. Das war sein Plan. Nach seiner politischen Laufbahn als „Grüner“ durch und durch. „Im 25. Jahr  nehme ich Abschied aus einem Arbeitsgebiet, das Aufgabe und Steckenpferd zugleich bot. Es war mir eine Ehre. Als Vorstand, Geschäftsführer und meist auch Sprecher des Ortsverbandes durfte ich versuchen, grüne Positionen in der Stadt zu stärken“, teilte Burkhard Hoffmeister Anfang Dezember 2021 mit. Gestern verstarb er in einem Krankenhaus. Mit teilweise sehr provokanten Artikeln in der HWZ erfreute oder verärgerte er jahrelang unsere Leser. Beides sehr zu seinem Vergnügen. Er stellte sich jeder Diskussion. Auch im Ratssaal nahm er kein Blatt vor den Mund. Immer zum Nutzen „seiner“ Stadt. Er verachtete „Beton“ und liebte „Grün“, eben die Natur. Entsprechend konsequent wohnte er mit seiner Familie in einem Holzhaus. Burkhard Hoffmeister wird uns fehlen. bö

Lesen Sie zur Erinnerung unser Interview mit ihm aus dem Jahr 2017:

Nachgefragt

Burkhard Hoffmeister, Mitglied des Kreistages

Wie geht es Ihnen?

Wenn es zu heiß wird, bin ich ein Fall für den Ventilator.

Was bewegt Sie zur Zeit?

Trump, Erdogan, AfD. Und manchmal Schalke.

Ihr Lieblingsplatz in Bad Honnef?

Die Ecke oben links im Weinberg, von der aus sich Stadt, Inseln und Rheintal überblicken lassen. Grandios. Gern an den Gipfelstürmertagen auf der Holzbank – jedes Zufallsgespräch ein Treffer.

Was würden Sie, wenn Sie könnten, sofort in Bad Honnef ändern?

Von Anfang an die Bürgerinnen und Bürger informieren. Nicht erst was planen und danach huldvoll den Laien zur Kommentierung überlassen. Die Leute wirklich beteiligen.

Wie können Sie sich am besten entspannen?

Beim Blick aus dem Fenster auf Wein und Drachenfels. Oder bei Alessandro in Rhöndorf zuhören, was die Menschen da sagen und meinen.

Was macht Sie wütend?

Im Kreistag sitzen auch AfD, NPD und noch so ein Club. Die sagen schon mal Unerhörtes.

Was lesen Sie am liebsten?

Die Mails von Hermann Tengler und Josef Griese. Sonst noch allwöchentlich bösArtig – je böser desto klasse.

Was gehört für Sie zu einem perfekten Tagesablauf dazu?

Irgendwann am Tag Zeit zum Denken haben. Nur zum Denken.  

Ihr Lieblingsgericht?

Linsensuppe oder Rouladen. Leider auch mehr; mit Erfolg, wie man sieht.

Gibt es einen Wunsch, den Sie sich auf jeden Fall erfüllen wollen?

Den nächsten Sommer zur Rollersaison machen. Ganz früh die Aprilia anmelden. 

Walhalla des Rheinlandes“

Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 

In weißer Admiralsuniform empfing Paul Spinat, ein Textilfabrikant aus Bad Godesberg, in den 1970er Jahren seine Gäste auf Schloss Drachenburg in Königswinter. Dabei „spielte“ der Schlossherr zur Begrüßung auf einer Orgelattrappe.

Dies ist nur eine schillernde Episode in der wechselvollen Geschichte von Schloss Drachenburg, die Tanja Bleutgen-Wagner im neuen Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises „Fremdenverkehr und Sommerfrische im Rhein-Sieg-Kreis“ in ihrem Beitrag „Schloss Drachenburg – Walhalla des Rheinlandes“ beschreibt.

Der gebürtige Bonner Stephan von Sarter ließ das Schloss Ende des 19. Jahrhunderts als luxuriöse Gründerzeitvilla errichten. Der Bankier war an der Pariser Börse zu Reichtum und durch Geldspenden zu einem Adelstitel gekommen. Allerdings wohnte der Schlossherr nur selten in seinem Domizil auf halbem Weg zur Burgruine Drachenfels.

In den folgenden Jahrzehnten wechselten Besitzer und Bestimmung des Schlosses häufig: Es wurde als Erholungsheim oder Jungeninternat genutzt, es fanden Kunstausstellungen statt, und Touristen begannen oder beendeten hier ihre romantische Rheinreise. Heute gehört Schloss Drachenburg dem Land NRW und steht unter Denkmalschutz.

Autorin Tanja Bleutgen-Wagner nimmt die Leserinnen und Leser aber nicht nur mit auf Zeitreise – Schloss Drachenburg ist mit seiner Mischung verschiedener Baustile, einer einzigartigen Sammlung zahlreicher Kunstgegenstände und einer weitläufigen Gartenanlage weiterhin beliebtes Ziel für Besucherinnen und Besucher von nah und fern.

Das Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 2022 ist in der Edition Blattwelt von Reinhard Zado erschienen und für 13,50 Euro im Buchhandel erhältlich. Details zum Inhalt unter rhein-sieg-kreis.de/jahrbuch.

Nach dem Jahrbuch ist auch immer wieder vor dem Jahrbuch: „Herkunftsgeschichten – Migration – Heimat“ lautet das Arbeitsthema, um das sich beim Jahrbuch 2023 alles drehen wird. Die Redaktion des Jahrbuchs freut sich über Vorschläge, Ideen und Anregungen unter 0172 8880503 oder jahrbuch@rhein-sieg-kreis.de.

Foto: „Archiv Schloss Drachenburg gGmbH“ an.

Böllern verboten

Silvesterabend und Neujahrstag: Untersagung von öffentlich veranstaltetem Feuerwerk sowie jeder Verwendung von Pyrotechnik und Ansammlungen auf publikumsträchtigen Plätzen und Straßen


Zum anstehenden Jahreswechsel werden wie im letzten Jahr in ausgewählten Bereichen des Stadtgebiets das Abbrennen von Feuerwerk und Pyrotechnik sowie die Veranstaltung von öffentlichen Feuerwerken untersagt. Eine entsprechende lokale Allgemeinverfügung zur Ergänzung der landesweit geltenden Coronaschutzverordnung hat die Stadt erlassen: An jenen Orten, die in den vergangenen Jahren am Silvesterabend für größere Treffen von Feiernden bekannt waren, sind am 31.12.2021 sowie am 01.01.2022 die Veranstaltung öffentlicher Feuerwerke, die Verwendung von Pyrotechnik und Feuerwerk sowie Ansammlungen, die über die bekannten Personengrenzen nach der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes hinausgehen, untersagt. Dazu zählen der Eifelblick, die gesamte Insel Grafenwerth, das Areal um die Schaffhausenkanzel, der Bereich rund ums Ulanendenkmal in Rhöndorf, der gesamte Park Reitersdorf, der Stadtgarten sowie der Aegidiusplatz in Bad Honnef-Aegidienberg. Eine detaillierte Auflistung der Bereiche, die Allgemeinverfügung und Lagepläne, in denen die Verbotszonen eingezeichnet sind, sind auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht unter: https://meinbadhonnef.de

„Ansammlungen im öffentlichen Raum sind seit vielen Monaten durch die jeweiligen Fassungen der Coronaschutzverordnung genau geregelt und der Bevölkerung auch hinreichend bekannt. Unsere Kontrollen insbesondere seit November haben gezeigt, dass sich die allermeisten unserer Bürgerinnen und Bürger auch daran halten, um andere und sich selbst vor einer Infektion zu schützen“, erklärt Holger Heuser, Erster Beigeordneter der Stadt Bad Honnef: „Das soll sich zum Silvesterabend nicht ändern.“ Der Verkauf von Feuerwerk ist in diesem Jahr wieder bundesweit untersagt. Zudem gibt es in der kommunalen Nachbarschaft unter anderem stadtweite Feuerwerksverbote zu Silvester. „Vor diesem Hintergrund wollen wir durch die Allgemeinverfügung verhindern, dass durch das Abbrennen noch vorhandener Feuerwerksbestände an den zu Silvestern belebten und den für Silvesterfeiern beliebten Orten Anlässe für Ansammlungen von Personengruppen geschaffen werden“, begründet Holger Heuser das angeordnete Feuerwerksverbot und betont: „Die Allgemeinverfügung begründet kein stadtweites Feuerwerkverbot, sondern begrenzt das Verbot auf ganz bestimmte Orte. Denn Feuerwerk zieht Menschen magisch an und in der drohenden Infektionswelle gilt es wieder solidarisch zu sein, auf Treffen zu verzichten und die persönlichen Kontakte mit Blick auf die Omikron-Variante so weit wie möglich zu reduzieren.“

Das Ordnungsamt, das in Austausch mit der Polizei Bonn steht, wird die Ansammlungs- und Feuerwerksverbote in den ausgewiesenen Bereichen in der Silvesternacht kontrollieren. „Viel wichtiger als Kontrolle ist die eigene Verantwortung“, betont der Erste Beigeordnete: „Unsere Bürgerinnen und Bürger sind im Jahr 2021 zum allergrößten Teil sehr verantwortungsvoll mit den Schutzmaßnahmen dieser Pandemie umgegangen. Auf das Erreichte dürfen wir gemeinsam stolz sein und hoffnungs- und verantwortungsvoll in das neue Jahr 2022 starten.“


BH_Wappenlogo_HF_Farbe (2)Klaus Linnig

Die Brücke

Nach dem Kurhaus wird ein weiteres Prestigeobjekt saniert

Die Brücke Grafenwerth war schon bei ihrer Fertigstellung am 15.04.1912 etwas Besonderes: ein Prestigeobjekt. Stadt, Architekt und bauausführende Firma hatten sich für ein damals noch sehr modernes Bauwerk aus Stampfbeton entschieden. Kommerzienrat Wilhelm Girardet hatte eine Spende von 30 000 Mark dazu gegeben. 1993 wurde die Brücke über den alten Rheinarm, die das Festland mit der einzigartigen Rheininsel Grafenwerth verbindet, in die Denkmalliste aufgenommen. In den nächsten zwei Jahren wird sie von Grund auf saniert werden. Das Wasser vom Strom und Regen hat der Bauwerkssubstanz zugesetzt und die Tragfähigkeit beeinträchtig. Während der Bauzeit wird jeweils eine der Fahrbahnen für Fußgängerinnen – und -gänger und Zuliefererverkehr offengehalten.

Derzeit riecht es wie in der U-Bahn. Restaurator Gereon Lindlar erklärt, dass dies die Polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) des Belags sind, die abgetragen werden. Das wurde in den 1980er-Jahren viel verbaut und ist heute Sondermüll. Trotz der Schäden ist es Gereon Lindlar anzumerken, dass er von der Brücke begeistert ist, weil sie ein baukulturelles und technisch wichtiges Bauwerk ist. Damals wurde experimentiert und gegen alle heutigen Bauregeln verstoßen, aber schließlich steht die Brücke immer noch. Die Pfeiler, so Jutta Schmidt vom Fachdienst Tiefbau der Stadt Bad Honnef, seien für die Ewigkeit gebaut.

Das Ziel der aktuellen Baumaßnahme ist, die Brücke abzudichten und die statische Konstruktion zu ertüchtigen. Die Brüstung aus den 1970er-Jahren wird abgebaut. Erhalten bleiben die alten Brüstungen, die historischen Bastionen an den Enden und in der Mitte das Wappen, die an Ort und Stelle saniert werden. Die derzeitige Herausforderung sei, so Jutta Schmidt, dass alles in der Höhe passt. Der Bordstein wird wegfallen. Er war, wenn der Blick in die Ferne zum Drachenfels wanderte, immer eine Stolperfalle gewesen. Der Fußweg wird optisch abgesetzt werden. Die Beleuchtung von früher wird, mit neuer Technik versehen, nachgebaut. Es waren für damalige Zeiten sehr moderne Doppelleuchten gewesen.

Der Beton war auch von außen aufwändig gestaltet gewesen, sagt Restaurator Gereon Lindlar. So wurde den Betrachtenden ein Bau aus Steinen suggeriert, was dem Steinmetzhandwerk abgeguckt worden war. Die Oberfläche war veredelt. In dem hellen Beton waren bestimmte Gesteinsarten verarbeitet, so dass sich ein buntes Bild ergab. Auf die äußere Erscheinung war sehr viel Wert gelegt worden.

In der geplanten Bauzeit von zwei Jahren für die laufende Maßnahme sind Puffer enthalten, falls es zu kalt für die Bauarbeiten wird. Die Kosten betragen 3,2 Mio. Euro. Eine Überwachung per Video schützt die Baustelle vor Vandalismus und Diebstahl.

Fabiano Pinto, Geschäftsbereichsleiter Städtebau, vergleicht die Restaurierung der Brücke mit der aufwändigen Sanierung des Kurhauses 2019 – schließlich ist auch die Brücke ein historisches Bauwerk, das für die heutige Zeit in Stand gesetzt wird. Er sagt: „Für den Tiefbau ist diese Maßnahme derzeit die anspruchsvollste Baustelle in der Stadt. Viele Spuren früherer Reparaturen werden beseitigt und eine möglichst originalgetreue Brücke wird entstehen. Die technischen Ansprüche von heute werden mit dem Denkmalschutz in Einklang gebracht.“ cp

Mehr zur Insel Grafenwerth und Besonderheiten: https://meinbadhonnef.de/tourismus-freizeit/insel-grafenwerth/

Foto: Unglaube

Bad Honnef-Selhof: Die Aufwertung

Sportpark Menzenberg

Nun ist es amtlich, die Stadt Bad Honnef hat über die Weihnachtsfeiertage den Förderbescheid für die Sanierung des Sportparks in Selhof über 1.577.822,00 Euro erhalten. Geplant ist, die marode Mantelbebauung der Menzenberger Sportanlage abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, der durch eine Multifunktionshalle ergänzt wird. Mit den Fördergeldern werden die Sanierungskosten in Höhe von insgesamt 3,5 Millionen Euro bezuschusst.

„Durch den Erfolg in der zweiten Bewerbungsphase sind wir jetzt in der Lage mit dem Umbau des Sportzentrums Menzenberger Straße zu einem zentralen Bewegungs- und Begegnungsort für alle Generationen durchzustarten“, freut sich der erste Beigeordnete Holger Heuser über die frohe Botschaft. „Für die Bürgerinnen und Bürger im Ortsteil Selhof wird so ein Quartierszentrum von außerordentlicher Qualität entstehen, das einen barrierefreien Inklusionsort bietet, in dem Sport, Kultur und Quartiersarbeit sinnvoll verbunden werden können“, so Heuser weiter.

Der Zuschuss basiert auf dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur (SJK)“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Ziel der Förderung ist die Verbesserung der kommunalen Infrastruktur. Gefördert werden investive Projekte mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung. Auch die Wirkung der Projekte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie die soziale Integration in der Kommune spielen eine Rolle. Die geförderten Projekte sollen darüber hinaus einen Beitrag zum Klimaschutz aufweisen.

Nach dem Förderaufruf im Sommer 2020 hatte sich die Stadt Ende Oktober 2020 zunächst mit einer Projektskizze um die Förderung beworben. Anfang März 2021 wurde sie dann durch den Projektträger Jülich aufgefordert einen entsprechenden Antrag für das Quartierszentrum zu stellen. Der jetzt zugestellte Bescheid schließt diese zweite Phase der Bewerbung ab. Die Fördersumme wird der Stadt in vier Tranchen in den Jahren 2022 bis 2025 ausgezahlt.

Foto: Erster Beigeordneter Holger Heuser mit Ilka Breutigam, zuständig für den Bereich Bildung, Kultur und Sport bei der Stadt Bad Honnef