Aufenthaltsqualität einmal woanders. Platz zum verweilen

In den kommenden vier Wochen wird der Straßenraum an der Rommersdorfer Straße zum Lebensraum. Mit den Stadtmöbeln, die jetzt aufgestellt wurden, möchten die Stadt und das Zukunftsnetz Mobilität Nordrhein-Westfalen ein weiteres Verkehrsexperiment starten.

Bei der Eröffnung am Freitag unter Beteiligung von Evelin Unger-Azadi, Vertreterin des Verkehrsministeriums NRW aus dem Bereich Mobilitätsmanagement, kommunale Mobilitätskonzepte und Theo Jansen, Leiter der Geschäftsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW betonte Bürgermeister Otto Neuhoff: „Die Idee mit den Stadtterrassen finde ich absolut klasse! Sie laden dazu ein, eine Pause zu machen und stoßen die Diskussion an, wie der öffentliche Raum anders aufgeteilt werden und mehr Aufenthaltsqualität gewinnen könnte. Und diese Diskussion wollen wir führen.“

Evelin Unger-Azadi, Vertreterin des Verkehrsministeriums NRW im Bereich Mobilitätsmanagement und kommunale Mobilitätskonzepte: „Das Land stärkt den Fuß- und Radverkehr und vernetzt Bus und Bahn, On-Demand-Verkehre, Fahrrad-, Scooter- und Carsharing-Angebote. So werden Freiräume für mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität geschaffen. Auch innovative und flexible Stadtmöbel helfen, unsere Innenstädte zu guten Orten zu machen. Deswegen unterstützen wir das Projekt mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW sehr gern.“

Theo Jansen, Leiter der Geschäftsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW erläuterte die Rolle der Stadtmöblierung für die Kommunale Mobilitätswende: „Mit der temporären Umgestaltung schafft die Stadt ein passgenaues Experimentierfeld. Statt mögliche Lösungen nur in der Theorie zu diskutieren, können Veränderungen in der Praxis erlebt und getestet werden, ohne Verpflichtungen. Damit sind die Stadt-Terrassen auch ein gutes Mittel, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog zu treten.“

Zu Beginn des Fahrradfestivals, das Freitag auf dem Marktplatz startete, wird der Blick einmal mehr auf eine neue Form der Nutzung und Planung des öffentlichen Raums gelenkt. Dieser ist in Bad Honnef auf Grund der Lage besonders eng. Trotzdem zeigt das Experiment, dass man ihn anders nutzen kann und er so zumindest an einigen Stellen noch ein bisschen mehr dem Menschen dient.

Die Stadtterrassen werden der Stadt Bad Honnef bis zum 17.9.2021 kostenlos durch das Zukunftsnetz Mobilität NRW zur Verfügung gestellt. Insbesondere an ihren Standorten in der Rommersdorfer Straße laden sie zum Verweilen ein und lassen sich ab sofort testen.

Sie bestehen aus unterschiedlichen Modulen, wie Sitznischen, Podeste, Picknick-Garnituren, Fahrradständer und Pflanzkästen, die der städtische Bauhof gestaltet hat.

Hintergrund
Das Zukunftsnetz Mobilität NRW ist ein Zusammenschluss aus Kreisen, Städten und Gemeinden, die die kommunale Mobilitätswende voranbringen wollen. Drei regionale Koordinierungsstellen betreuen diese Kommunen – vom Change-Management in der Verwaltung bis zur Förderung von Förderungen für konkrete Konzepte. Das Ziel: attraktive Mobilitätsangebote für lebendige, sichere und gesunde Kommunen und eine verlässliche Anbindung der ländlichen Räume an die Städtezu schaffen. Um den Netzwerkgedanken optimal nutzen zu können, sind die Koordinierungsstellen bei den Verkehrsverbünden und Zweckverbänden des Landes wie folgt angesiedelt:

Koordinierungsstelle Westfalen-Lippe (Nahverkehr Westfalen-Lippe)

Koordinierungsstelle Rhein-Ruhr (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr)

Koordinierungsstelle Rheinland (Verkehrsverbund Rhein-Sieg)

Die Geschäftsstelle für übergeordnete Aufgaben ist ebenfalls angesiedelt beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) in Köln. Das Netzwerk wird gefördert durch das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und die Unfallkasse NRW.

Unser Bild zeigt (v.l): Theo Jansen, Leiter der Geschäftsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW, Evelin Unger-Azadi, Vertreterin des Verkehrsministeriums NRW im Bereich Mobilitätsmanagement und kommunale Mobilitätskonzepte und Bad Honnefs Bürgermeister Otto Neuhoff.