Trotz der herausfordernden Arbeitsbedingungen für die Schadstoffsanierung konnte die Menzenberger Sporthalle in Bad Honnef in kürzester Zeit wieder für die Vereine und den Schulsport freigegeben werden. Architekt Michael C. Deisenroth ist sichtlich stolz, dass die Arbeiten im geplanten Zeitrahmen über die Sommerferien abgeschlossen werden konnten.

Die Vorbereitungen für das Förderprojekt, bei dem die Mantelbebauung der Menzenberger Sportanlage durch einen Neubau ersetzt werden soll, war der Anlass, dass Fachleute sich die Halle im Frühjahr angesehen hatten. Außerdem sollten die Lichtverhältnisse für die Aufzeichnungen der Spiele der Basketballer, den Dragons, verbessert werden. Bei den Untersuchungen dazu wurde Ende Mai allerdings festgestellt, dass als Dämmmaterial im Deckenzwischenraum der Abhangdecke KMF (Künstliche Mineralfasern) verwendet worden waren, was unter dem Verdacht steht, krebserregend zu sein. Erster Beigeordneter der Stadt Bad Honnef erklärte beim Freigabetermin: „An dem Tag, an dem die Stadt Bad Honnef über die Belastung informiert wurde, haben wir auf der Stelle drei Schritte unternommen: Die Halle wurde sofort gesperrt, eine Messung eventueller Schadstoffbelastungen in der Halle beauftragt, welche glücklicherweise negativ war, und die Schadstoffsanierung angestoßen.“

20 Tonnen Dämmmaterial wurden aus dem Dach der Halle und Umkleidekabinen entfernt. Architekt Michael C. Deisenroth fügte hinzu: „Das, was wir hier geleistet haben in dieser kurzen Zeit, war ein Wahnsinn. Respekt vor den Menschen, die das unter schwierigen Arbeitsbedingungen in den Vollschutzanzügen und Masken gemacht haben.“

Zum Abschluss wurde die Halle gründlich gereinigt. Noch einmal wurden Messungen durch den Sachverständigen vorgenommen, die wiederum keine Belastungen ergaben.

Die Halle hat sich verändert. Die Tragkonstruktion und die Lüftungsleitungen sind sichtbar. Michael C. Deisenroth sagte: „Ganz oben sieht man nun unter die Kupfereindeckung des Daches, wenn es regnet trommelt es zart. Bis zur energetischen Instandsetzung wird die Halle so bleiben.“ Rund 350.000 Euro hat die Schadstoffsanierung gekostet.

Der Trakt mit den Umkleidekabinen hat sich erheblich gesetzt, während die Bodensubstanz für die Halle aufgrund einer durchgängigen Bodenplatte gut ist. Mit den Planungen für das Quartierszentrum und damit den Planungen für den Abriss des Trakts mit den Umkleidekabinen wird voraussichtlich im Jahr 2022 begonnen. Die Schadstoffe sind bereits entsorgt, was die Arbeiten erheblich erleichtern wird. Ökologische Vorgaben und Barrierefreiheit sind nur zwei der vielen Kriterien, die beachtet werden müssen.

Die Hallenbeleuchtung jedenfalls macht sich gut und ist für die Kameraaufzeichnungen von den Spielen der Dragons mehr als stark genug. Mit jetzt 1050 Lux übertrifft sie die verlangten Anforderungen von 750 Lux sogar um einiges. Erster Beigeordneter Holger Heuser bekräftigte: „Wir sind froh, dass wir die Halle wieder nutzen können. Das Architekturbüro, die beteiligte Sanierungsfirma und die Verwaltung haben an einem Strang gezogen, um die Sporthalle Menzenberg schnell und sicher zu sanieren.“

Christine Pfalz