DAS SOMMERGESPRÄCH: Heute mit Benny Limbach, Schützenprinz, Schützenkönig und mehr

Ehre, wem Ehre gebührt. Vor drei Wochen wurde Benny Limbach Schützenprinz in Rommersdorf Bondorf, am vergangenen Wochenende setzte er noch einen drauf und wurde Schützenkönig der Bad Honnefer St. Sebastianer Schützenbruderschaft. Einfach nur genial, denn: Vor drei Jahren erfand Limbach die Schützengala im Kurhaus, eben mit den Rommersdorf Bondorfer- und den St. Sebastianer Schützen.

Die Schützengala hat sich ganz schnell zu einem gesellschaftlichen Ereignis in der Stadt gemausert, schon vergleichbar mit dem „Aalkönigsfest“, oder mit „Benefiz for Kids“. Niemand hat im Vorfeld daran geglaubt, nur Benny Limbach. Und er hat sich gegen die teilweise arg verkrustete Schützentradition durchgesetzt.

Ein Gewaltakt für einen 26jährigen. Als Stabführer der TV Eiche Spielmänner hat Limbach gewiss eine der „schlagkräftigsten Truppen“ im Rücken, die es in der Stadt gibt, und  dadurch Beziehungen und Kontakte, Sponsoren und Gönner, die sonst kaum jemand hat. Wir unterhalten uns mit ihm im Gasthaus „Vierkotten“, dem Stammquartier der Spielmänner. Schulterklopfen ist dort angesagt, jeder kennt ihn, jeder mag ihn. Er trinkt ein Weizenbier.

HWZ: Benny, was treibt dich an?

Benny Limbach: Mir liegt sehr viel daran, die traditionellen Strukturen in unserer Stadt zukunftsfähig zu machen. Beispiel Schützengala. Da haben wir Tradition mit zeitgemäßen Elementen verknüpft. Und es hat wunderbar funktioniert. Volles Kurhaus und begeisterte Gäste waren der Lohn.

HWZ: „Hauptehrenamtlich“ bist du allerdings Stabführer der TV Eiche Spielmänner. Auch da trifft die ausgeprägte Tradition auf einen ganz jungen Mann, eben dich.

Benny Limbach: Das wichtigste ist für mich die Weiterentwicklung des Spielmannszuges. Wir haben in diesem Jahr erstmals ein eigenständiges Konzert im Kurhaus gegeben, wir sind „spielerisch“ in die Karnevalshochburg Köln vorgedrungen und wir „erobern“ die Säle im Siebengebirge. Heißt: Wir entwickeln uns über die Stadtgrenzen hinaus ständig weiter. Und nicht zu vergessen, wir haben momentan auch keine Nachwuchssorgen.

HWZ: Das hört sich gut an. Und wie beurteilst du die Entwicklung unserer Stadt?

Benny Limbach: Ich bin froh, dass wieder Bewegung in die Stadt gekommen ist. Auch ich engagiere mich gerne für Bad Honnef, hier haben die Menschen das Herz auf dem richtigen Fleck. Bürgermeister Otto Neuhoff macht seine Sache sehr gut, ich meine, er hat alles im Griff. Man sollte ihn nicht nur an Knöllchen festmachen. Er bewegt eine Menge, und davon können alle Bürger profitieren. 

HWZ: Was sollten wir noch über dich wissen?

Benny Limbach (lacht): Kurzfassung. Ich bin Mitglied der CDU Bad Honnef, mit 10 Jahren hat mich mein Vater beim TV Eiche angemeldet, mit 11 Jahren wurde ich Mitglied im Rommersdorf Bondorfer Bürgerverein,  seit 10 jähren bin ich Mitglied der KG Halt Pol. Einmol Prinz zo sin, das wäre schon mein nächster Traum. Aber, das schreibst du bitte nicht.

HWZ: Na gut. Herr Pütz wird das schon irgendwie erfahren. Und nun zum „königlichen“ Privatleben.

Benny Limbach: Also zu den Standartfragen.

HWZ: Genau.

Benny Limbach: Mein Lieblingsplatz in Bad Honnef ist unweit vom Anleger 640, mit einem traumhaften Blick auf den Drachenfels. Entspannung finde ich im Kreis meiner Spielmänner und in der Familie, die mich sehr, sehr positiv geprägt hat. Zu einem guten Tag gehört für mich eine Tasse Kaffee und Pasta in allen möglichen oder unmöglichen Variationen. Wüten machen mich derzeit die egoistischen Diskussionen über Eigennutz vor Allgemeinnutz in der Stadt. Beispiel Stadtgarten.

HWZ: Danke für das Gespräch.